Erzlehen Galothien
Herzog: Räteregierung aus 4 gleichberechtigten Mitgliedern
Grafschaften: Mildmond, Wolfengrund
Baronien: Trauburg
Das drittgrösste Erzlehen des Reiches liegt wie ein tiefgrünes und fruchtbares Dreieck zwischen Thalothien und Herothien, umrahmt von zwei Flüssen, die aus den Legendenländern heraus- und in den blauen Scharlât im Norden hineinfließen. Die süßtesten Weinreben, das wohlschmeckendste Bier, der fruchtigste Met, die feistesten Kühe und Ziegen sind hier zu finden. Hier liegt auch das Handelszentrum Stauchens, die Stadt Hochburg.
Vor vielen Jahren teilten sich die zwei Brüder-Barone Ulfried und Friedul Galothien, bis sie sich in einem Brüderkrieg gegenseitig erschlugen. Die verbliebenen Vasallen beschlossen sodann, dem Wahnsinn des Kleinfürstentums abzuschwören und gründeten einen freiheitlichen Rat aus vier ehrenwerten Männern und Frauen.
Heute rekrutieren sich die Rätemitglieder aus den Reihen der wichtigsten Bürger und verantwortungsbewussten Adeligen. Die politische Sonderposition Galothiens gründet sich dabei auf die wirtschaftliche Abhängigkeit der übrigen Erzlehen von der "Korn- und Weinkammer Stauchens".

In den anderen Provinzen wird diese beinahe schon gefährlich demokratische Führung Galothiens schlichtweg abgelehnt (zumindest von den Herrschenden). Sirinhilde III. duldet das Rätesystem großmütig, wie ihre Vorfahrinnen vor ihr.
Herauszuheben aus dem großen Feld der pittoresken Landschaftsregionen Galothiens sind die große Kaufmannsstadt Hochburg als wirtschaftliches Zentrum mit eigener Bibliothek, allgemein zugänglichen Schulen, der Crimenologisch-investigativen Akademie (CIA) Stauchens und dem neuen Geldverwahrungszentrum (GVZ), das seine Verwahrungshäuser schon in Herothiens Hauptstadt, in Tabronith und in Rathelsbeck errichtet hat, und die kulturell blühende alte Grafschaft Mildmond, schon seit Jahrhunderten Zentrum von Tanz, Gesang und ritterlichem Minnedienst, sind hier doch die liebliche Tithia von Mildmond, Herrin über die grünen Weiten an den Hängen des Clannthins und den Ufern des Feensees, und ihre geheimnisvolle Schwester, die spitzohrige Arnîve, Minneherrin vieler eifriger Troubadoure und Ritter, ansässig.
Galothische Lehnsverwaltung
Galothien hält als Erzlehen einen Sonderstatus inne. Als vor gut 400 Jahren die durch Sippenfehden und inquisitorischen Säuberungen stark dezimierten Adeligen und Fürsten des Landes entschieden, dass man andere Wege finden müsse, friedliches Leben für alle im herrlichen Galothien zu gewährleisten, stand vor allem das Erzlehen Thalothien vor den Grenzen und drohte das Land zu überrennen und „ein für alle mal Frieden durch Ordnung im Rebellenland“ einkehren zu lassen. Dann legten die Grafschaft Mildmond und die Baronie Trauburg sowie die damalige Gräfin Esmalda von Wolfengrund gemeinsam mit dem Vogt Willefried aus Hochburg ein „Rätepapier“ der Königin vor, welches drei Jahre später in jenem Erzlehen in Kraft gesetzt wurde.
Seither existiert inmitten des feudalen Systems Stauchens eine Räteregierung aus vier ehrenwerten Männern und Frauen des Erzlehens, wobei es jeweils zwei Adelige und zwei bürgerliche Vertreter in jenem Rat gibt, der zweimalig im Monat tagt und rechtet und richtet über alle Dinge, die Land und Leute betreffen. Die Vertreter werden alle sechs Jahre aus den Reihen ihrer Stände gewählt, wobei niemals alle Vertreter gleichzeitig wechseln.
Momentan gibt es sogar drei adelige Vertreter im Rat, wobei nur zwei ihren Titel noch offiziell tragen.
Mehr zu den Lehensverhältnissen, den hohen Herren und Damen und ihren Verwandtschaften findet Ihr, wissenseifernder Reisender, in der Bibliothek.