Die Elhambra
Shadar Cashan ibn Shadamut sahat Thabronith-osham, Herzog von Tobrinthien löste Anfang 612 n. SR. Herzog Feirefiz in einer blutigen Fehde nach Landesrecht ab und ist nun Herrscher, Sulvân (der "ewig Ehrsame") in der Elhambra und oberster Lehnsherr für die Grafen von Rathelsbeck und Feuermal.
Er gehört einem der ältesten Geschlechter Elhambras an, einem der drei Urväter der Feuersteppen, Cashan, dessen Wurzeln bis weit vor die Drachenkriege reichen (fast 1500 Jahre!) und dessen Namen er stolz in seinem Titel trägt. Stolz und zugleich in gelassener Weisheit und Umsicht trägt er seine Familienehre und seinen Titel.
Gerechtigkeit, Ehre, Tradition und Mitleid sind seine Prinzipien, nach denen er lebt und urteilt. Er ist gleichzeitig ein Genussmensch, der einem tiefernsten politischen Gespräch ebensoviel abgewinnt wie einem rauschenden elhambrischem Fest.
Sein Händchen für den Handel mit Pferden und – seit gut 10 Jahren – Blüten und Kräutern für die Parfumeure Stauchens und des Auslands ist über die Grenzen des Ringgebirges hinaus bekannt und stützt seinen Wohlstand und seinen – für nicht-Elhambrer sicher zu ausschweifend erscheindenden Lebensstil, der aber zum Ansehen eines hohen elhambrischen Kalifé gehört wie das Lachen an den Morgen eines jeden Tages. Den Frauen ist er sehr zugetan, auch das weiß man wohl – doch hält er sich an die Regeln seiner Eheverträge (und setzt diese – weise wie er ist – in nicht zu lange Fristen um).
Prinz Aldîn ibn Zirgan sahat Zazamanc ist ein wohlgeratener Sohn seines Vaters, dem Kalifé Zirgan ibn Zamunt sahat Zazamanc und der zweitälteste Sohn der ersten Mutter Revanna saba Tasmin sahat Shashwa’ut Farûn. In Zazamanc herrscht Recht und Ordnung Elhambras mit Sklaverei und Leibeigenen und aller Pracht und Dekadenz, auf die sich Elhambra so gut versteht.
Prinz Aldîn ibn Zirgan sahat Zazamanc ist ein Neffe zweiten Grades des Sulvan Shadar Cashan. Sein Ehevertrag der zweiten Frau läuft in wenigen Monaten aus und die Position seiner 5. Frau ist noch frei. Aldîn selbst ist – in aller geheimer Offenheit gesagt – noch recht grün hinter den Ohren. Er zeigt durchaus Tugenden, die aber noch – wie ein Edelstein – in Form gebracht werden müssen.
Sein Land rühmt es sich doch seit vielen Jahrzehnten, die saftigsten Früchte und vollsten Felder und Plantagen zu führen, allein schon wegen des einzigartigen Bewässerungssystems, mit dem der Urgroßvater Zirgan einst die südlichen Teile der Feuersteppen nutzbar gemacht hat.
Thessalin saba Tânválen út Tamudín ist die Tochter einer ehemaligen Drachenritterin Sigûne zu Kanvoleis, die unter Sirinhilde II. ihren Dienst "wegen Unstimmigkeiten" quittierte und in Thabronith-Osham in die Garde des damaligen Kalifé Shadamút eintrat. Ihr Vater ist einer jener wenigen Wüstennomaden, die den roten Sand und die Felsensteppe Elhambras ihr Zuhause nennen.
Neugierig auf die außerelhambrische Welt ihrer Mutter verließ Thessalin ihre Dienste beim jetzigen Sulvân Shadar Cashan ibn Shadamût sahat Thabronith und fand Aufnahme in die Anwärterschaft der Drachenkriegerinnen in Swânhilds Êre, bis durch jenes Attentat im Juni 611 n.SR. auf die Königin die Drachenritterschaft und ihre Ritterin Cundry zu Gralsend in Verdacht gerieten. Thessa entschied sich, von ihrem Sulvân an ihre elhambrischen Pflichten in seiner Garde erinnert und ihrem Herzen (für die Freiheit der Königin) folgend gegen eine Rückkehr zum Königshof und trägt seither wieder das Wappen ihres Sulvâns.
Rianara, Tänzerin (Shahûla Shahadîn) des Kalifés Wahre Tänzerinnen und Tänzer sind unter Elhambrern zum einen sehr geschätzt und ein eigener „Professionszweig“, zum anderen ist ihre Stellung der eines Leibeigenen ähnlich.
Shahûla Shahadîn werden sie genannt. Rianara ist eine Meisterin ihres Faches und hat sogar im Palas des Sulvân Shadar Cashan einen eigenen Trakt mit kleinem Garten und Wasserspielen, den sie zusammen mit ihren 3 Lehr-Tänzerinnen bewohnt. Der Sulvân zeigt sich ihr gegenüber galant und achtet sie – mehr als das an anderen Höfen üblich ist. Ihre kokette und herausfordernde Art macht sie zu einer beliebten Gesellschafterin, vor dem Hintergrund der konsequenten Haltung zu Traditionen wird MANN sich jedoch hüten, sie ohne Einwilligung des Kalifés zu berühren. Dies kann nämlich bis zum Jehud führen (oder kostet Niedrigen schnell ein Körperteil), an Tiefergehendes sollte man nicht denken.
Mu'awiyah Sharaf ibn Galib al-Abbeyan ist der Spross eines sehr alten Magierclans, welcher in der Feuersteppe Elhambras beheimat ist. Zwar ist er noch ein Adept der arkanen Künste an der weißen Akademie, jedoch hat er mit seinen Schriften für einige Aufregung in Akademiestadt und bei der Inquisition gesorgt.
Unter der strengen Aufsicht von Gräfin Agathe wird der tempermentvolle Jungmagier bis zum 2. August 612 n.SR. seine Tage auf Burg Rathelsbeck verbringen.

Melvin el Shalahadîn, auszubildender Schreiber und Kaufmann im Praktikumsjahr in der Begleitschaft der Baronin Liebwalda von Traufstein, die die innen- und außenpolitischen Dinge im Lande Stauchen im Sinne und im Vertrauen der Königivn handhabt, ist bei den Festweihen am Handelshof der Baronie Wolkenheim .a. durch seine – in so jungen Jahren erstaunlich reife und bildreiche – lyrisch vollkommene Minnepoesie aufgefallen und so auch vom Publikum begünstigt worden. Auch in Rathelsbeck erwarb er Gunst und Sieg als Bardensänger und steht in Diensten Agathes. Man wird sehen, was die Faucher für jenen jungen Elhambrer noch im Sinn haben ...
Feirefiz von Thabronith Ueste, war bis Anfang 612 n. SR. Sulvan und Herzog von Tobrinthien bis sein Onkel Shadar in einem blutigen Streich den Tod für den Sulvan und für alle, die jener Blutlinie direkt entsprungen sind und die das Blutsrecht auf den Titel des Sulvan tragen, angeordnet hat.
Bis zu diesem Zeitpunkt war er mit dem Mündel des Regenten Herzog Krimbart, Felidia zu Firsbach verlobt. Aus dieser politischen Verbindung erhoffte man sich die Ruhe und Einigkeit, die Stauchen dringend nötig hätte, doch sollte es niemals zu dieser Vermählung kommen, sahen die Landsleute des ehemaligen Sulvân in jenem Schmeicheltum, welches er überraschenderweise in den letzten Jahren dem Herzog und Großinquisitor von Thalothien entgegengebracht hatte, einen Verrat am Stolz und an der Ehre eines selbstdenkenden und selbst regierenden elhambrischen Fürsten.